facebook instagram
praesentiert

Know How

Wandern mit Zelt

lightbulb

Lange Touren und wildes Campen – das gilt es zu beachten

Es ist wohl die Königsdisziplin, wenn es ums Wandern geht. Jeder, der schon einmal eine oder mehrere mehrtägige Wanderungen in Verbindung mit Camping mitgemacht weiß, dass es zwar eine anstrengende aber doch lohnende Erfahrung sein kann. Nach dem Motto „Was einen nicht umbringt, macht einen nur härter“ geht man doch stärker aus einer solchen Erfahrung hervor. Gerade dann, wenn man zum ersten Mal so eine Wandertour in der Wildnis plant, sollte man einige Dinge im Hinterkopf behalten. Vor allem aber, sollte man nicht auf eine gute Vorbereitung und Planung verzichten.

© unsplash.com, Austin Ban

Trekkingplätze oder wildes Campen?

Fest steht, wenn man sich für sogenannte Trekkingplätze entscheidet, ist man zumindest rechtlich gesehen auf der sicheren Seite. Generell ist das wilde Campen in Deutschland nämlich verboten. Das gilt nicht nur für Naturschutzgebiete. Wird man erwischt, kann das teuer werden. Allerdings bedeutet das nicht, dass man nicht abseits von normalen Campingplätzen sein Zelt aufschlagen kann. Hat man während seiner Wanderung ein perfektes Plätzchen für sein Zelt gefunden und man weiß, wer der Eigentümer des Gebiets ist, kann man natürlich um Erlaubnis fragen und in der Regel ist es dann auch kein Problem mehr.

Allerdings ist das kein Freifahrtschein dort für möglichst viel Unordnung zu sorgen. Auf keinen Fall sollte man Müll oder andere Spuren rund um sein Camp hinterlassen, wenn man den Platz verlässt. Außerdem sollte man auf keinen Fall ein Feuer machen. Vor allem dann, wenn man sein Lager im Sommer im Wald aufschlägt. Die Waldbrandgefahr wäre viel zu groß.

Eine gute Alternative zum wilden Camping sind die sogenannten Trekking-Plätze. Dabei handelt es sich um Zeltplätze mitten in der Natur, auf denen es legal ist, sein Zelt aufzuschlagen. Sie werden immer beliebter in Mittelgebirgen und Nationalparks in den Bundesländern und Wanderregionen. In der Regel zahlt man hier rund 10 Euro pro Zelt und bekommt zudem noch Sitzmöglichkeiten, eine Toilette und eine Feuerstelle. Die Plätze sollten allerdings im Vorfeld gebucht werden. Genauso wie beim Wildcampen, sollte hier auch sehr achtsam mit der Natur umgegangen werden.

lightbulb

Das sollte in den Rucksack

Grundvoraussetzung eine solche Tour ist neben einem gut transportierbaren Zelt natürlich ein passender Rucksack. Vor allem bei einer solchen Mehrtageswanderung lohnt es sich auf qualitativ hochwertige Ausführungen zusetzen, wie sie beispielsweise bei Rucksäcken von Deuter zu finden sind. Zwischen 40 und 60 Litern sollte er schon fassen können, auch wenn man mit möglichst leichtem Gepäck reisen sollte. Immerhin müssen das Zelt, die Luftmatratze und der Schlafsack gut verstaut werden. Da man mehrere Tage unterwegs ist, sollte er sich gut Tragen lassen, weshalb man auf eine gute Polsterung an Rücken und den Tragegurten achten sollte.

An Kleidung sollte man nur das Nötigste mitnehmen. Frische Unterwäsche, ja, allerdings braucht man für die Oberbekleidung nur ein Tages- und ein warmes Abendoutfit. Als Material bietet sich hier durch die Bank Merinowolle an, da es wärmt nicht stinkt und schnell trocknet. Ein Satz Regenklamotten, Jacke und Hose, kann auch nicht schaden, wenn man länger unterwegs ist.

Für die Hygiene reicht schlicht und einfach Kernseife. Allerdings sollte man darauf achten, dass man sie nicht in der Nähe von Trinkwasserquellen benutzt. Dazu kommt dann noch eine Bürste für die Haare sowie eine Zahnbürste und Zahnpasta. Klopapier sollte man genauso wenig vergessen, wie einen kleinen Klappspaten, um seine Hinterlassenschaften zu vergraben.

Für Notfälle sollte noch Platz für ein Erste-Hilfe-Set sein. Ganz praktisch sind eine Taschenlampe, Feuerzeug und ein Schweizer Taschenmesser.

 

Verpflegung

Hier sollte man ebenfalls auf möglichst wenig Gepäck setzen. Trotzdem kommt man nicht um ein paar Basics herum. Will man warm essen, empfiehlt sich ein handlicher Gaskocher, dazu braucht man einen Topf, Besteck und eine Tasse sollte ebenfalls mit dabei sein. Somit hat man alles dabei, um sich gefriergetrocknete Mahlzeiten mit Wasser anzurühren. Ansonsten sind auch Trockenfrüchte, Nüsse und Müsliriegel gute Energielieferanten. Die Energie braucht man auch, wenn man mehrere Tage auf einer Trekkingtour unterwegs ist.

Das allerwichtigste ist jedoch das Wasser. Gerade wenn man sich viel bewegt, sollte man genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Bei wenig Bewegung liegt der Bedarf bereits bei zwei bis drei Litern pro Tag. Wenn man den ganzen Tag auf den Beinen ist, benötigt der Körper entsprechend mehr. Dafür sollte man unbedingt sorgen.

Wenn man nicht so viel Wasser mitnehmen möchte, kann man bei Quellen und anderen fließenden Gewässern seine Vorräte wieder auffüllen. Wer hier auf Nummer Sicher gehen möchte, kann das Wasser mit entsprechenden Geräten vor dem Trinken filtern und abkochen. Stehende Gewässer wie Pfützen eignen sich allerdings nicht als Trinkwasser, da sich hier bereits Keime und Bakterien abgesetzt haben können.

lightbulb

Klein anfangen und langsam steigern

Gerade dann, wenn man zum ersten Mal eine solche Tour plant, sollte man es nicht übertreiben. Der Körper muss sich erst einmal auf die Belastung durch eine mehrtägige Wandertour einstellen. Gleiches gilt für den Kopf. Am besten verlässt man sich zunächst auf markierte Fernwanderwege, auf denen man nur ein bis drei Tage unterwegs ist. Hat man das problemlos hinter sich gebracht, kann man sich langsam steigern. So wird das Wandern mit Zelt nicht zur Tortur, sondern zu einem richtigen Erlebnis.

Hinweis zur DSGVO auf Deutschlands Schönste Wanderwege

Deutschlands Schönste Wanderwege und der Betreiber dieser Seite möchte Ihnen den bestmöglichen Service bieten. Dazu speichern wir Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies, um die Seite für Sie zu verbessern und nutzerrelevant zu gestalten. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie hier.